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Alternative Marken => Oberklasse
Hier kauf der Deutsche Deutsch – die Class-Leader sind der Audi A8, der 7er von BMW und natürlich die Mercedes S-Klasse – neu hier geht nichts mehr unter 65.000 – und das ist die untere Grenze einer nach oben weit offenen Skala. Und auch gebraucht ist es hier nicht viel besser.
Gerade in der Oberklasse sind jedoch brutale Einsparungen drin, wenn man nach Fernost schielt oder in die Vereinigten Staaten. Speziell gebraucht geht da enorm viel – und neu kann man bis zu 40.000 Euro sparen! Worauf also warten?
Chrysler 300C
Beim Erblicken des 300C sabbern erwachsene Männer, Schweißausbrüche sind selbst bei denen die Regel, die US-Autos von jeher verachten. Aber der Wagen ist ja auch wirklich zu scharf geschneidert, unverhohlen protzig und angenehm wenig dezent. Beim Chrysler 300C ist einfach alles von monströser Coolness geprägt – allein aus dem Felgen machen französische Autohersteller komplette Kleinwagen, so scheint es.
Und das alles zu einem Preis, der selbst mit Vollausstattung bei dicksten Motor– dem 5.7er V8 mit satten 340PS – noch satte 20.000 Euro unter der kleinsten S-Klasse bleibt!
Worauf verzichtet man? Primär High-Tech und Perfektionsschizoidität. Der Chrysler 300C ist nicht in jedem Winkel voll von Microprozessoren und seine Fahrwerks-Abstimmung hat mit Sicherheit ein paar Monate weniger in Anspruch genommen als die eines Audi A8. Dennoch ist der 300C cool, hat volles Oberklasse-Aroma und ist zu Preisen ab 35.000 Euro zu haben – dafür gibt es woanders eine C-Klasse oder einen A4, die satte 2 Klassen drunter spielen – und: nach denen dreht sich keiner um.
Klares Manko: der Verbrauch ist ebenso gigantisch wie auch das sonstige Erscheinungsbild. Nur der 2.7er mit 193PS hält sich halbwegs im Zaum.
Die Wartungsintervalle sind ebenfalls kürzer als bei den Deutschen Vertretern der Oberklasse.
Honda Legend
Neben dem Kia Opirus und dem Chrysler 300C einer der besten Tipps in dieser Klasse. Seit Mitte der 90er in ungefähr dieser Form auf dem Markt, ist der Honda Legend eine wirklich wunderschöne ernsthafte Alternative zur Deutschen Oberklasse.
Der Frontantrieb verleiht dem Honda zudem manchen Vorteil gegenüber dem 7er oder der konventionell heckgetriebenen S-Klasse.
Innen ist der Honda in den 90ern stehen geblieben – auch im Bezug auf moderne High-Tech-Spielerei – Eine Fahrdynamikregelung ist allerdings serienmäßig an Bord. Der 3500 Kubik große Sechszylinder ist der einzig lieferbare Motor des Honda Legend, der den Wagen leise gleitend auf 215 beschleunigt. Der Innenraum ist fett und satt.
Worauf verzichtet man? Der Wagen ist weniger handlich und agil als die deutschen Mitbewerber vom Schlage eines modernen A8, der Innenraum nicht so edel wie der der Deutschen. Der Verbrauch liegt einen guten Liter darüber und auch der Wendekreis ist ein wenig groß.
Ansonsten ist die Solidität ausgezeichnet, die Preise für Inspektionen und ähnliches halb so hoch wie im Deutschen Lager. Honda-Händler gibt es an jeder Ecke und um Details der Ausstattung muss man sich auch nicht kümmern, weil bereits alles serienmäßig an Bord ist.
Top-Tipp mit Einsparpotential von 30-45%!
Hyundai XG350
Der große Bruder des Hyundai Sonata ist ein echtes Schnäppchen und schon seit 1999 auf dem Markt. Gebrauchte Exemplare sind der Hit: schon für unter 10.000 Euro gibt es hier Top-Exemplare des XG30 [188PS, 99-03], die immer Vollausstattung mit Leder und allen sonstigen Annehmlichkeiten an Bord haben.
Worauf verzichtet man?
Der XG 30 / 350 hat zum Teil sehr billig wirkende Materialien im Innenraum, der Kofferraum ist schlecht geschnitten [wenn auch ausreichend groß]. Oberhalb von 200 KM/H wird der Wagen etwas laut – die Verbräuche werden dann ebenfalls entschieden zu hoch. Auch im Mittel verbraucht der Hyundai gerne bis 14 Liter – Normalbenzin immerhin. Zudem fehlt ESP.
Zum Cruisen ist der Wagen ausgezeichnet – und kostet neu runde 30.000 – deutlich billiger geht das zudem noch bei den EU-Importeuren. Der 6 Zylinder hat eine tolle Laufkultur, vor allem im XG350.
Wer sich mit diesem Wagen anfreunden kann, sollte auch einen Blick auf den Bruder Kia Opirus werfen – der ist in einigem noch deutlich cooler und kaum teurer – jedoch erst seit 2003 auf dem Markt.
Unangefochten Top ist bei beiden Solidität und Zuverlässigkeit – und das mit deutlich längerer Garantie als bei den deutschen Konkurrenten.
Kia Opirus
Hier stimmt so ziemlich alles, weshalb der Wagen in den USA geht wie das sprichwörtliche 'geschnittene Brot' – anständiges Ambiente, eine coole äußere Linie, beinahe ein echter Blickfang. Ein Top-Innenraum mit schönen Accessoires wie der liebevollen Uhr und dazu ein seidenweicher 6Zylinder mit rund 200PS.
Worauf verzichtet man?
Spektakuläre High-Tech und spritzig agiles Verhalten, wie es heute die Deutsche Riege der Oberklasse bietet - Der Opirus ist 5 Meter lang und knappe 2 Meter breit und das verheimlicht er beim Fahren auch nicht. Auf engen bergigen Fahrbahnen ist er somit keine Freude.
Der Rest des Wagens hat Niveau und Stil – selbst Xenon-Licht ist Serienmäßig an Bord und auch um ESP und Einparkhilfe muss sich keiner kümmern, weil es die immer mit dazu gibt. Im Gegensatz zum von Hyundai oder dem Chrysler 300C geht hier sogar der Verbrauch okay.
Einsparpotential: 30-50%.
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